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UNESCO-Weltkulturerbe: Amphitheater
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Am östlichen Ende der Stadt liegt am Hang des Petrisberges das römische Amphitheater und bildet damit den Abschluss der Repräsentationsstrasse, die an der Mosel mit den Barbarathermen beginnt und über das Forum und die Kaiserthermen zum Amphitheater führt. Das Bauwerk ist um 100 n. Chr. entstanden und ersetzt einen Vorgängerbau aus Holz, d.h. er gehört zu den ältesten Bauten der Stadt. Zu sehen ist heute noch das Oval des Amphitheaters, d.h. die Hänge, die den Untergrund für die Ränge bildeten.

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Foto: U. Binsfeld Außer der Brüstungsmauer zur Arena hin und einigen Quadern, die zu den Sitzstufen gehören und noch die Namen der Besitzer nennen, ist von diesen jedoch nichts mehr erhalten. Ursprünglich waren ca. 26 Sitzreihen vorhanden, auf denen etwa 20000 Zuschauer Platz fanden. Eindrucksvoll sind dagegen die Vomitorien, d.h. die überwölbten Zugangstore zur Arena, die Käfige und die Bedienungskeller mit einer Hebebühne.

Das Amphitheater war ein wichtiger Bestandteil der römischen Unterhaltungsindustrie und als solcher auch ein wichtiger Bestandteil jeder römischen Stadt.

Hier fanden Tierhetzen und Gladiatorenkämpfe statt; das Amphitheater ist also nicht zu verwechseln mit dem Theater oder dem Circus: Das Theater war den szenischen Aufführungen vorbehalten, d.h. der Aufführung von Komödien und Tragödien, während im Circus die Wagenrennen stattfanden.

Gladiatorenspiele sind etruskischen Ursprungs und wurden ursprünglich anlässlich von Bestattungen aufgeführt. Wurden die Kämpfe zunächst von Privatleuten initiiert, so erfreuten sie sich bald so großer Beliebtheit, dass sie von offizieller Seite eingesetzt wurden, um die Gunst der Massen zu gewinnen. Gladiatoren waren hauptsächlich Kriegsgefangene, Verbrecher oder Sklaven, die in speziellen Kasernen ausgebildet wurden. Gekämpft wurde mit verschiedenen Waffen. Der Retiarier kämpfte z.B. mit Netz und Dreizack, der Samnit war dagegen mit langem Schild und Schwert schwer bewaffnet.

Das Christentum versuchte lange Zeit vergeblich, Gladiatorenspiele zu verbieten. Kaiser Konstantin ließ fränkische Gefangene in Trier den Tieren vorwerfen und noch im 5. Jh. wünschte sich die Trierer Bevölkerung nach den Zerstörungen der Stadt vom Kaiser, dass er wieder Spiele veranstalte. Im Laufe des 5. Jh. kamen die Gladiatorenspiele schließlich doch außer Übung.

Andrea Binsfeld




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UNESCO-Weltkulturerbe: Amphitheater

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