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03.12.02

Bach ­ ein Synonym für Kirchenmusik

Trierer Bach-Chor bereitet Aufführung des Weihnachtsoratoruims als ökumenisches Projekt mit dem Trierer Domchor vor

TRIER. Die Trierer Chorlandschaft ist breit gefächert. Zu ihren Glanzlichtern zählt der Trierer Bach-Chor, der 1969 gegründet worden ist. Am 29. Dezember führt der Chor unter Leitung von Martin Bambauer den zweiten Teil des Bach'schen Weihnachtsoratoriums auf.

Traditionell versteht sich der Chor interkonfessionell. Wenngleich er von der evangelischen Kirche eingerichtet worden ist, arbeitet er im Geist der Ökumene. Das zeigt sich auch statistisch. Chorrat Franz-Josef Kleinbauer: "Ein Vorstand nach bürgerlichem Recht besteht nicht. Katholische und evangelische Mitglieder halten sich in etwa die Waage." Aus diesem Verständnis heraus erklärt sich auch eine enge Zusammenarbeit mit einem weiteren "Hort der geistlichen Musik", dem Trierer Domchor. Neuerliches Beispiel dieser Art von Traditionspflege ist die Aufführung des Weihnachtsoratoriums von Johann Sebastian Bach: Der Domchor singt am 28. Dezember unter Leitung von Stephan Rommelspacher die Kantaten I bis III, der Bach-Chor unter Leitung von Martin Bambauer am folgenden Tag die Kantaten IV bis VI. Solisten und Orchester sind jeweils identisch. Kleinbauer ergänzt: "Es gab auch gemeinsame Konzerte beider Chöre." Er erinnert an Aufführungen der Brahms- und Verdi-Requien, der Neunten Symphonie von Ludwig van Beethoven mit dem Saarbrücker Rundfunk-Orchester.

Zahlreiche Werke gelten auch als Trierer Erstaufführungen, so Mendelssohn Bartholdys "Paulus", Frank Martins "Golgatha", Duruflés Requiem und Monteverdis Marienvesper. Der Bach-Chor ist zwar dem Namen verpflichtet, aber offen für alles. Martin Bambauer bringt es auf die einfache Formel: "Bach ist ein Synonym für Kirchenmusik schlechthin." Und darum geht es.

Ein Ausblick auf das Konzert am 12. April 2003 nährt hohe Erwartungen in Gestalt des Requiems von Gabriel Fauré, des "Stabat Mater" von Francis Poulenc und eines sehr selten zu hörenden Werkes von John Elgar "The Dream of Gerontius". Martin Bambauer meint dazu: "Es hat mit Leben und Sterben zu tun, passt also in die Zeit", liturgisch gesehen. Darüber hinaus ist der Bach-Chor 2003 Partner der Mosel-Festwochen und im Jahre 2004 engagiert er sich für die Städtepartnerschaft Trier-Gloucester mit einem Konzert in der dortigen Kathedrale.

Dabei setzt er die Tradition eines Botschafters der Musik fort. In dieser Funktion weilte der Chor vor noch nicht allzu langer Zeit in der Ostsee-Hansestadt Wismar und sang dort unter anderem ein Werk des eher als "exotisch angesehenen" Komponisten Gustav Holst.

Freilich: Der Bach-Chor singt Literatur mit erheblichem sängerischerem Anspruch. Und "bei a-cappella-Literatur kann man keinen Sänger mitschleppen", so Kleinbauer.

Dass dieser Umstand nicht eintritt, dafür sorgt Martin Bambauer auf zweifache Weise. Den evangelischen Kinderchor bezeichnet er als "langfristige Nachwuchsschmiede." Und über die Qualität eines neuen Sängers überzeugt er sich ganz klassisch durch ein Vorsingen nach einigen Proben. Im übrigen bezeichnet er den Chor als treu und mündig.

Kleinbauer ergänzt: "Nach Jahrzehnte langer Zusammenarbeit mit Ekkehard Schneck wurde der Chorleiterwechsel als brenzlige Situation empfunden. Schließlich war der Chor tief durch ihn geprägt. Neu und jung, das schafft Konfliktpotenzial. Doch der Wechsel vollzog sich reibungslos." Bambauer schätzt eben das Vorgefundene, baut auf Tradition auf und schafft es, Musik mit neuem Gesicht zu versehen.

Peter Reinwald


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