Mit freundlicher Genehmigung aus dem Trierischen Volksfreund: - Orgelpunkt Trier: Orgel- und Chor Musik an Dom und Konstantin - Basilika. Touristische Sehenswürdigkeiten wie z.B. Porta Nigra und Trierer UNESCO Weltkulturerbe. 31.05.2009 11:04:54

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13.04.04

Mit der Sehnsucht nach dem erlösenden Jenseits

Beeindruckendes Konzert des Trierer Bachchores in der Konstantin-Basilika zur Passionszeit

Das lange Schweigen am Ende des Konzertes in der Konstantin-Basilika dokumentierte, viel mehr noch als der anschließende, minutenlange Applaus, wie fesselnd dem Bachchor und dem Orchester unter der Leitung von Martin Bambauer der Beitrag zur diesjährigen Passionszeit gelungen war. Für das Programm hatte Bambauer zwei inhaltsreiche, charakterlich jedoch sehr unterschiedliche Werke ausgesucht. Den Auftakt bildete das Requiem von Gabriel Fauré, einer der bekanntesten Kompositionen dieser Gattung. Im Gegensatz zu manchem Pendant konzentriert sich das Opus von Fauré sehr auf den tröstlichen Aspekt, stellt die Sehnsucht nach dem erlösenden Jenseits in den Mittelpunkt.

Den zweiten Teil bildete das 1950 entstandene Stabat Mater von Françis Poulenc. Wer hier ein Werk erwartet hatte, das geprägt war von stiller, mitleidsvoller, sich dem unabwendbaren hingebender Trauer, musste schon nach wenigen Takten aufhorchen und sich neu orientieren. Schmerz und ein, wenn auch Zweckloses sich Aufbäumen gegen das Schicksal prägen Poulencs Verarbeitung dieses uralten Gebets an die Gottesmutter. Die Art und Weise, wie Bambauer mit diesen Charakteren umging, war außerordentlich beeindruckend. Neben dem Bachchor stand ihm ein in solcher Größe selten in Erscheinung tretendes Bach-Collegium zur Seite sowie die SopranistinSieglinde Schneider und der Bariton Michael Roman. Den Orgelpart im Requiem hatte Domorganist Josef Still übernommen.

Es geht um die Gefühle einer Mutter

Mehr noch als die technisch überwiegend ausgezeichnete Leistungaller Beteiligten beeindruckte das Musikalische und prägte nachhaltig das, was die große Zuschauerzahl mit nach Hause nehmen konnte. Allen Konfessionsstreit über die Gottesmutter wischte Bambauer zur Seite und brachte das zum Vorschein, was eigentlich wichtig ist. Er ließ das Publikum teilhaben an den dramatischen Geschehnissen, ließ die Gefühle einer Mutter fühlbar werden, deren Sohn sich im Todeskampf befindet. Wer aufmerksam zuhörte, war kein neutraler Beobachter mehr. Die Bitte: "Lass mich fühlen die Gewalt des Schmerzes" wurde fast greifbar.

Sein ihm ganz eigenes Gespür für diese Musik übertrug Bambauer ohne jeden Abstrich auf alle Mitwirkenden, die sich seinen Wünschen und Vorstellungen offensichtlich gerne unterwarfen. Dies galt für den Chor und, nach kleineren anfänglichen Unstimmigkeiten auch für das Orchester. Eine gute Wahl hatte er mit den beiden Solisten getroffen, wobei man Schneider für ihre Leistung im Stabat Mater ein besonderes Kompliment machen muss. Die von Poulenc geforderten großen Höhen meisterte sie mit einem zwar etwas harten, aber leuchtenden und sicheren Ton.

Ein beeindruckender Beitrag zur Passionszeit, der musikalische Maßstäbe setzte und das kommende Osterfest in einem besonderen Licht erstrahlen lässt.

Gerhard Kluth



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