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UNESCO-Weltkulturerbe: Konstantin-Basilika
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Die Basilika, richtiger gesagt die Palastaula, war das Zentrum des kaiserlichen Palastbezirks. So kompakt wie der Baukörper sich heute dem Betrachter darstellt gibt er das Erscheinungsbild, das er in der Antike hatte, nicht wieder. Vielmehr war die Halle mit der Apsis Teil einer weitläufige Palastanlage. Hier fanden die Audienzen des Kaisers und andere offizielle Ereignisse, wie z.B. Festreden, statt. Die Basilika verdankt ihre Entstehung ebenso wie die christliche Kirchenanlage und die Kaiserthermen dem Ausbau Triers zur Kaiserresidenz am Beginn des 4. Jh.

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Foto: U. Binsfeld Das Innere des Baus, der heute als ev. Kirche genutzt wird, erscheint sehr nüchtern. Von der einstigen prachtvollen Ausstattung legt nur noch die Holzkassettendecke, die der antiken Decke nachgebildet ist, Zeugnis ab.

Einzelne Funde zeigen, dass die Basilika ursprünglich mit Marmor ausgelegt war und dass auch die Wände durch Marmorplatten, Malerei und Mosaiken geschmückt waren. Die „kahlen“ Wände zeigen dafür heute einige interessante technische Details.

Die Löcher, die unterhalb der Fensterreihe sichtbar sind, stammen von der Verdübelung von Hohlziegeln her. Die Wandverkleidung mit Hohlziegeln diente dem Zweck, die warme Luft der Fußbodenheizung auch die Wände hochzuleiten. An den Außenwänden sieht man in Fensterhöhe noch die Austrittsöffnungen für die Warmluft. An den Wänden sieht man an mehreren Stellen auch die Bögen der Präfurnien, d.h. der Bedienungsschächte für die Fußbodenheizung.

Auch heute noch wirkt die Basilika durch ihre Monumentalität und gibt einen Eindruck von dem Hofzeremoniell der Spätantike.

So beschreiben antike Autoren, dass der Kaiser bei Audienzen in der erhöhten Apsis Platz nahm, zusätzlich dem Volk entrückt durch einen Vorhang, der die Apsis von der Halle abteilte, und dass die Bittsteller dann einzeln vorgelassen wurden.

Der Repräsentationscharakter der Basilika blieb auch in der Folgezeit erhalten. Der Bau diente dem fränkische König zunächst als Pfalz, gelangte dann aber durch königliche Schenkung in die Hände der Trierer Erzbischöfe. Bis zum Ende des Trierer Kurstaates blieb die Basilika kurfürstliche Residenz.

Der antike Bau war auch hier nur ein Teil dieser Residenz. Unter dem Erzbischof Lothar von Metternich (1599-1623) wurde ein Teil der antike Halle abgetragen, um den Bau in das neue Renaissancepalais zu integrieren.

Unter Kurfürst Johann Philipp von Walderdorff (1756-1768) wurde der Südflügel durch den barocken Bau ersetzt, der auch heute noch erhalten ist. Nach dem Einmarsch der französischen Revolutionstruppen diente die Basilika erst als Lazarett, dann als Kaserne. 1814 übernahmen schließlich die Preußen die Basilika-Kaserne und ließen seit 1844 den antiken Bau wiederherstellen.

Andrea Binsfeld




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