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UNESCO-Weltkulturerbe: Trierer Dom
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Als Konstantin im Jahr 312 n. Chr. auf dem Weg nach Rom ein Zeichen am Himmel sah, dass ihm den Sieg im Zeichen Christi verhieß, begann für das Christentum eine neue Epoche. Konstantin ließ auf den Schilden seiner Soldaten das Christusmonogramm (XP) anbringen und siegte über seinen innenpolitischen Gegner Maxentius

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Foto: U. Binsfeld In der Folgezeit beendeten Konstantin und sein Mitregent Galerius nicht nur die Christenverfolgungen (noch unter Kaiser Diokletian waren die Christen von 303 bis 311 verfolgt worden), sondern verfügten auch die völlige Religionsfreiheit und Gleichberechtigung des christlichen Glaubens sowie die Rückgabe des Eigentums an die christlichen Gemeinden (sog. Toleranzedikt von Mailand im Jahr 313).

Die christliche Religion wurde nun nicht nur durch den Kaiser anerkannt, sondern auch aktiv unterstützt. Diese Unterstützung wird besonders augenfällig in den zahlreichen Kirchenbauten, die auf Anordnung Konstantins gebaut, von ihm bezahlt oder von ihm ausgebaut wurden. Dem Bischof der Gemeinde von Rom stiftete Konstantin bereits im Jahr 313 eine Basilika, die heute unter dem Namen San Giovanni in Laterano bekannt ist.

Auch den beiden Apostelfürsten, Petrus und Paulus, wurden in Rom Kirchen gestiftet: der Petersdom am Vatikan (um 319) und die Pauluskirche an der Via Ostiensis. Die Kirchenbaupolitik des Kaisers wurde auch von seiner Mutter Helena unterstützt, die sich um 327 n. Chr. auf den Weg nach Palästina machte, um dort die heiligen Stätten zu besuchen und die ebenfalls einige Kirchenbauten anregte. Ab dem Jahr 328 entstand in Jerusalem die Grabeskirche, im Jahr 333 wurden die Geburtskirche in Bethlehem und die Kirche auf dem Ölberg (Eleona-Kirche) vollendet.

In die konstantinische Kirchenbaupolitik fügt sich auch der Kirchenkomplex ein, der im Bereich des heutigen Domes, des Domfreihofs, der Liebfrauenkirche und der Kurie von der Leyen entstand. (Foto) Anhand dieser Aufzählung wird bereits deutlich, dass es sich um einen riesigen Baukomplex gehandelt haben muss, dessen Reste heute noch im Mauerwerk des Domes erhalten sind. (Foto) Ausgangspunkt der Kirchenanlage ist ein Bau im Bereich der heutigen Kurie von der Leyen (Dominformationszentrum), ursprünglich ein Wohnhaus, das gegen Ende des 3. Jh. wahrscheinlich als Kirche genutzt wurde.

Foto: U. BinsfeldZu Beginn des 4. Jh. entstand hier die erste christliche Basilika, die in den 30er Jahren des 4. Jh. um drei weitere Basiliken ergänzt wurde. Ein solcher Kirchenkomplex von vier ca. zeitgleichen Basiliken sucht in der gesamten frühchristlichen Architektur seinesgleichen.

Die Größe der Trierer Bischofskirche spricht nicht nur für die Größe der christlichen Gemeinde in Trier im 4. Jh. und die hervorgehobene Stellung des Bischofs, sie spiegelt auch den Glanz des Kaiserhofes in Trier wider.

Dem Ausbau der Bischofskirche setzten Germaneneinfälle um die Jahrhundertmitte vorläufig ein Ende. Von den Übergriffen der Germanen war auch Trier betroffen, was sich nicht nur darin zeigt, dass zu diesem Zeitpunkt der Ausbau der Kaiserresidenz Trier ruhte, sondern auch darin, dass der damalige Cäsar Julian in Paris und nicht in Trier residierte.

Unter den Kaisern Valentinian I. (364-375) und Gratian (367-383) beruhigte sich die Situation an der Rheingrenze und in Trier wurden die Großbauprojekte, so auch die frühchristliche Kirchenanlage, vollendet.

Das 5. Jh. bedeutete für Trier eine Zeit des Niedergangs, aber auch des Übergangs. Im Laufe der fortwährenden Übergriffe der Germanen, insbesondere der Franken und Alemannen, über den Rhein wurde auch Trier mehrfach zerstört.

Auch der Kirchenkomplex wurde in Mitleidenschaft gezogen. So wurde die Nordostbasilika, der heutige Dom, erst im 6. Jh. unter Bischof Nicetius (525-566) erneuert. In der Folgezeit blieb die Bischofskirche vor weiteren Zerstörungen nicht verschont. Die romanische Westfassade des Doms, wie sie sich heute dem Besucher präsentiert, geht auf Erzbischof Poppo von Babenberg (gest. 1047) zurück, der auch für das Fortbestehen der Porta Nigra Bedeutendes geleistet hat.

Trotz weiterer Umbauten blieb des römische Kern des Trierer Domes bis heute erhalten und sichtbar und zeugt von der Geschichte des ältesten Bistums in Deutschland. Diese Geschichte lässt sich nicht nur anhand der Abfolge der Bauphasen an der Nordwand der Domkirche ablesen (Foto), auch bei der Inneneinrichtung hat man sich bewusst dafür entschieden, dass alle Stilrichtungen, die die Geschichte der Kirche begleiteten, präsent bleiben sollen (Foto).

Demgegenüber haben sich in der Liebfrauenkirche als dem Nachfolgebau der römischen Südostkirche keinerlei sichtbare römische Reste erhalten. Die Pfeiler des Bauwerks stehen zwar noch auf antiken Fundamenten, ansonsten handelt es sich bei der Liebfrauenkirche um einen rein gotischen Neubau des 13. Jh. Über einem kreuzförmigen Grundriss entwickelt sich ein Kapellenkranz in Form einer Rose.

Die Liebfrauenkirche gilt als eines der frühesten Bauwerke der französischen Gotik auf deutschem Boden und bildet zugleich als Zentralbau eine der großen Besonderheiten in der gotischen Architektur des 13. Jh.

Andrea Binsfeld




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UNESCO-Weltkulturerbe: Trierer Dom

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