Karg-Elert-Neueinspielung von Elke Völker - Orgelpunkt Trier: Orgel- und Chor Musik an Dom und Konstantin - Basilika. Touristische Sehenswürdigkeiten wie z.B. Porta Nigra und Trierer UNESCO Weltkulturerbe. 31.05.2009 11:04:35

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Karg-Elert-Neueinspielung von Elke Völker
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Karg-Elert: Ultimate organ works, Vol.1. Elke Völker an der Sauer-Orgel des Bremer St. Petri-Doms, Aeolus AE 10121 (1999).

Nimmt man die Entstehungszeiten der beiden hier eingespielten Werke - die um 1908 entstandene „Chaconne and Fugue Trilogy with Choral“ op. 73 und die Sinfonie fis-Moll für Orgel solo op. 143 aus dem Jahr 1930 - dann wäre eine Deutung des Titels im Sinne von „Die letzten Werke“ oder „Spätwerke“ zu kurz gegriffen, wenn nicht gar falsch, da Opus 73 doch eher ein Frühwerk Karg-Elerts für Orgel darstellt, vermutlich gar vor sein berühmtes Opus 65 zu datieren ist. Bleibt nur, beide Werke als jeweils ultimative, krönende Schöpfungen ihrer Gattung - der Variationsform (Chaconne) sowie der (Orgel-) Sinfonie - zu verstehen.

Und in der Tat muten diese beiden Titanen der Orgelliteratur wie ein monströses Aufbegehren einer zu Ende gehenden (Musik-) Epoche an, ein letztes Aufbäumen einer bis an ihre Grenzen ausgereizten Tonalität, einer ins Monumentale gesteigerten romantischen Empfindungskraft.

Bei den Werken fremd indes ist die für Karg-Elert ansonsten doch typische stimmungsvoll-impressionistische Klangmalerei à la Opus 72, auch sucht man hier vergebens plakativ-burleske Pretiosen wie etwa in „Homage to Handel“. Hier hat der Komponist zwei Werke von eminenter Bedeutung geschaffen, die ihn endlich – wie es im Booklet treffend heißt -„aus dem Schatten eines erdrückenden Reger-Kults“ rücken könnten – vorausgesetzt, es finden sich bald mehr Interpreten, die sich ihrer annehmen werden. Wie einst der Pionier in Sachen Karg-Elert, Wolfgang Stockmeier, so nimmt sich nun Elke Völker in quasi zweiter Generation mit technisch bravouröser Meisterschaft seiner Werke an. Waren einst die Interpretationen noch bestimmt von einem Musizierstil, dem jegliche Empfindung fremd zu sein schien, so ist heute die „persönliche Note“ gerade in Hinblick auf die Musik der (Spät-) Romantik unentbehrlich. Vor allem in der Sinfonie überzeugt die Interpretin mit langen musikalischen Bögen und klaren Gestaltungsideen. Lediglich die Tempi in Opus 73 hätten insgesamt etwas forscher, ja drängender sein dürfen, um dem Ganzen mehr Stringenz und auch „Drive“ zu geben.

Mit der großen Sauer-Orgel des Bremer St. Petri-Doms steht ihr ein klanglich opulentes, farblich subtiles Instrument aus der Zeit Karg-Elerts zur Verfügung. Und dank einer soliden Aufnahmetechnik, die zwischen Orgel und Raum bestens ausbalanciert ist, kommen selbst feinste Klangnuancen zur Geltung. Überhaupt bestechen Klarheit und dynamische Ausgewogenheit dieser Orgel, die weder im Grundstimmenfundus nebulös-mulmig noch aufdringlich-aggressiv im Tutti klingt. Eine empfehlenswerte, gut aufgemachte CD für alle Kargianer.

Wolfgang Valerius



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