Orgelpunkt-Bücherecke - Orgelpunkt Trier: Orgel - und Chor - Musik an Dom und weiteren Trierer Kirchen. Touristische Sehenswürdigkeiten wie z.B. Porta Nigra und Trierer UNESCO Weltkulturerbe. 09.03.2011 19:54:16

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Ein Muss für Orgelfreunde

Die Verlage Bärenreiter und Metzler bringen ein Handbuch zur Orgelmusik auf den Markt Worauf schon viele Freunde der Orgelmusik seit Jahren gewartet haben, die Verlage Bärenreiter in Kassel und Metzler in Stuttgart und Weimar haben es endlich auf den Markt gebracht. Die Rede ist von einem sehr umfangreichen Handbuch der Orgelmusik. Sie stießen damit in eine Marktnische, die schon lange darauf gewartet hat, gefüllt zu werden. Wer sich bisher über Literatur des Orgelspiels informieren wollte, war auf den Orgelmusikführer von Viktor Lukas (erschienen bei Reclam) angewiesen, der zum ersten Mal im Jahre 1963 erschien. Auch die aktuellste sechste Auflage aus dem Jahre 1992 war inzwischen doch etwas angestaubt.

Herausgegeben wurde das Handbuch vom Salzburger Musikwissenschaftler Rudolf Faber und dem Ulmer Kirchenmusiker Philip Hartmann. Sie definieren den über 700 Seiten starken Band als „Nachschlagewerk und Lesebuch“ für Organisten und alle, die sich aus Profession oder Liebhaberei mit Orgelmusik befassen. In Angriff genommen haben sie dabei sechs Jahrhunderte Musikliteratur, wobei sie sich, bis auf minimale Ausnahmen, auf Kompositionen beschränken, die zweihändig und solistisch ausführbar sind.

Zu Hilfe kamen Faber und Hartmann insgesamt 20 Autoren, die sich jeweils einem oder meherer spezieller Fachgebiete annehmen. Erwähnt seien stellvertretend für alle Dr. Pieter Dirksen und Prof. Almut Rößler. Dirksen ist ein niederländischer Musikwissenschaftler und Organist, der sich mit der neuen Herausgabe und auch mit der Interpretation der Musik von Jan Pieterszoon Sweelinck in der Welt der alten Musik einen herausragenden Namen geschaffen hat. Er befasst sich mit der entsprechenden Musik aus Norddeutschland, England und natürlich der Niederlande. Rößler konnte von den Herausgebern für eine ausführliche Kommentierung der Werke von Olivier Messiaen gewonnen werden. Einen Anspruch auf Vollständigkeit erheben die Herausgeber für ihr Handbuch verständlicherweise nicht. Ein solches Ansinnen würde jeglichen Rahmen sprengen und wäre bei allen Bemühungen nicht zu verwirklichen. Dafür ist die Welt der Orgelmusik einfach zu groß. Immerhin aber sind 413 Komponisten in diesem Band aufgenommen und werden über 1500 Kompositionen besprochen. Aufgeteilt ist das Buch in drei Kapitel, die sich mit dem 15. bis 18. Jahrhundert auseinander setzen, das 19. und 20. Jahrhundert im Auge hat und schließlich unter der Überschrift „Neue Orgelmusik" das Schaffen nach 1960 beleuchten. Die ersten beiden Kapitel sind dazu noch in alphabetischer Reihenfolge nach Ländern aufgeteilt.

Zu jedem Unterkapitel gibt es eine recht ausführliche Einleitung, die zunächst die Musikgeschichte und dann speziell noch den Orgelbau beleuchtet. Kompositionsmerkmale werden dem geneigten Leser ebenso erläutert wie die speziellen Eigenarten der Instrumente, die in dem jeweiligen Land zur entsprechenden Zeit zu finden waren. Bei den Nationalitäten wurde nichts ausgespart. Böhmen ist genauso vertreten wie Belgien, die USA genauso wie Ungarn. Bei den einzelnen Komponisten gibt es eine kurze Lebensbeschreibung, in der die wichtigsten Stationen aufgeführt sind, bevor die einzelnen Werke mit einer, teilweise sehr knappen und bündigen Kommentierung bedacht werden. Auch hier wird von Faber und Hartmann verständlicherweise nicht der Anspruch auf Vollständigkeit erhoben. Insbesondere für den orgelspielenden Leser dürften die Angabe der Spieldauer des einzelnen Werkes und auch die sechsstufige Einteilung des Schwierigkeitsgrades (von „sehr leicht" bis „extrem schwer") interessant sein, ebenso wie die Verlagsangaben zu den Stücken. Wer sich weiter in die Materie der Einleitungen vertiefen will, bekommt hier jeweils eine sehr ausführliche Literaturliste genannt.

Das Handbuch Orgelmusik ist fast schon ein Muss für alle, die sich ausführlich und kompetent mit dieser vielschichtigen Materie auseinander setzen wollen. Die einzelnen Beiträge sind gut verständlich verfasst, ergehen sich nicht in ein Gewitter von Fremdworten und profitieren sehr von der recht flüssigen Art, wie sie geschrieben sind. Es macht den eingangs erwähnten Orgelmusikführer von Lukas nicht überflüssig, denn eine nicht unbeträchtliche Anzahl von Komponisten des einen ist bei den anderen nicht vertreten. Beide gehören in den Bücherschrank eines Orgelfreundes.

Rudolf Faber/Philip Hartmann
Handbuch Orgelmusik (Komponisten Werke Interpretation
Verlage Bärenreiter (Kassel) und Metzler (Stuttgart/Weimar) 2002
ISBN 3-7618-2003-8 und 3-476-01877-6
Preis: 64,90 Euro

Gerhard W. Kluth



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