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Hauptmarkt
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Der mittelalterliche Hauptmarkt ist das Ergebnis der Zerstörung Triers durch den Normannensturm des Jahres 882. Lag der antike Marktplatz, das Forum, in unmittelbarer Nähe des heutigen Viehmarktplatzes, so verlagerte sich das Zentrum der Stadt im 9./10. Jahrhundert in den nördlichen Teil der antiken Stadt - zunächst in die Nähe der Römerbrücke und dann, im Jahr 958, in die Nähe des Domes, wo auch heute noch der Hauptmarkt mit dem Martkreuz besteht.

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Foto: U. Binsfeld Das Lamm, das das Kapitell des Marktkreuzes ziert, ist das Zeichen für die „civitas sacra“, die heilige Stadt, das Zeichen für die bischöfliche Stadtherrschaft.

Ähnlich wie in der Antike war auch der mittelalterliche Marktplatz nicht nur wirtschaftlicher Mittelpunkt der Stadt. Im 15. Jh. entstand hier die Steipe (1430, 1481-83), das Fest- und Empfangshaus der Trierer Ratsherren, das auch als Gefängnis, Archiv und Kanzlei diente und in deren Arkaden Marktgericht abgehalten werden konnte. An der Fassade dieser Steipe - das Haus verdankt seinen Namen den Arkadenstützen, die im Triere Dialekt „Steipen“ heißen - lässt sich die Geschichte Triers von der Antike bis zum 15. Jahrhundert beispielhaft ablesen. Zwischen den Arkaden stehen z.B. die Figuren der Trierer Stadtpatrone:

Die hl. Helena, die Mutter des Kaisers Konstantin (306-337), die nach mittelalterlicher Überlieferung ihren Palast dem Trierer Bischof vermacht haben soll und die angeblich auch Triers bekannteste Reliquie, den Hl. Rock, der Domkirche gestiftet haben soll, der hl. Petrus, der Patron des Domes und der Stadt, der hl. Paulus als Patron der (ersten) Trierer Universität und der hl. Jakobus, der Patron des Spitals in der Fleischstrasse („Jakobsspitälchen“).

Das Selbstbewusstsein der Trierer Bürgerschaft gegenüber den Stadtherrn, dem Erzbischof, bringen die beiden Ritter, sog. Rolande, gut zum Ausdruck. Sie repräsentieren die bürgerliche Unabhängigkeit und so mag es nicht zufällig sein, dass der Roland, der zum Dom blick, das Visier wehrhaft gesenkt hat, während die andere Figur mit offenem Visier zur St. Gangolfkirche hinüberblickt.

Auch die Gangolfkirche fügt sich in das bürgerliche Bauprogramm des Haupmarktes ein. Sie wurde 1459 geweiht und ist sozusagen das bürgerliche Gegenstück zur Gangolfkirche. Sie wurde von der Trierer Bürgerschaft reich mit Schenkungen bedacht und der Anspruch der Bürgerschaft, den Erzbischof möglichst zu übertrumpfen kam auch darin zum Ausdruck, dass der 1507 vollendete Kirchturm die Türme der Domkirche überragte, worauf Erzbischof Richard von Greiffenklau mit einer Aufstockung eines Domturmes reagierte. Hintergrund dieses ständigen Ringens zwischen der Trierer Bürgerschaft und dem Trierer Erzbischöf war das Streben der Trierer nach Reichsunmittelbarkeit ihrer Stadt und nach Unabhängigkeit von dem bisherigen Stadtherrn, dem Erzbischof. Aus diesem Ringen ging der Erzbischof als Sieger hervor, was sich letztendlich auch in dem Petrusbrunnen auf dem Hauptmarkt dokumentiert. Mit diesem hielt der Stadtherr seinen Bürgern einen Spiegel vor. Bekrönt ist der von Hans Ruprecht Hoffmann im Jahr 1595 errichtete Brunnen von der Figur des Stadt- und Dompatrons Petrus. Dargestellt sind die vier Kardinaltugenden Gerechtigkeit, Mäßigkeit, Klugheit und Stärke, die der Erzbischof seinen Bürgern als Mahnung vor Augen hält. Karikiert werden diese Tugenden gleichzeitig durch die Darstellung der Lastern, die von Affen beschrieben werden.

Andrea Binsfeld




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