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UNESCO-Weltkulturerbe: Kaiserthermen
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Die Kaiserthemen waren - neben den Barbara- und den Viehmarktthermen - eine der drei großen Badeanlagen im römischen Trier. Sie waren Teil eines großen Bauprogramms, dass den Ausbau Triers zur Kaiserresidenz im 4. Jh. unter den Kaisern Constantius Chlorus (293-306 n.Chr.), Konstantin (306-337 n.Chr.) und deren Nachfolgern vorsah. Zu diesem Bauprogramm gehörte auch die Kirchenanlage und die Palastaula („Basilika“).

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Foto: U. Binsfeld Im 4. Jh. erlebte Trier seine Zeit größter politischer Bedeutung. In den unruhigen Zeiten des 3. Jh. erfuhr Trier die Bedrohung der Rheingrenze und Galliens durch die Germanen auch am eigenen Leib. Alemannen und Franken, die in den Jahren 275/76 über den Rhein nach Gallien vorstießen, zerstörten auch Trier und das Trierer Umland.

Der andauernden Gefährdung der Grenzen des gesamten Römischen Reiches trug Kaiser Diocletian (284-305 n.Chr.) Rechnung, indem er einen weiteren Kaiser und zwei Cäsaren ernannte, die die Regierung von Teilgebieten des Reiches übernahmen. So wurde Trier nicht nur Kaiserresidenz, sondern auch Verwaltungssitz eines Gebietes, das des Nordwesten des Römischen Reiches von Großbritannien bis Nordafrika umfasste.

Die Barbarathermen bilden den südlichen Abschluss des Palastbezirkes, dessen Mittelpunkt die Palastaula war, und erstrecken sich auf einer Länge von ca. 250m und einer Breite von ca. 145m.

Begonnen wurden die Thermen zu Beginn des 4. Jh. Die ursprüngliche Anlage sah einen Sportplatz (Palästra), ein Kaltbad (Frigidarium) mit einem großen halbkreisförmigen Becken und zwei kleineren rechteckigen Becken an den Schmalseiten des Saales vor. Daran schloss eine Warmluftschleuse, das sog. Tepidarium an, das in den Warmbadesaal (Caldarium) führte. Zu beiden Seiten der drei Hautbadesäle waren eine Reihe von weiteren Räumen symmetrisch angelegt, die als Auskleideräume, Bade- und Waschräume oder Sauna genutzt wurden.

Übergriffe der Germanen um die Mitte des 4. Jh. führten auch im Falle der Kaiserthermen zu einem Baustopp. Valentinian I. (364-375 n.Chr.) nahm die Arbeiten an den Kaiserthermen wieder auf, allerdings mit verändertem Bauplan. So wurde das Kaltbad aufgegeben und dadurch die Palästra vergrößert. An der Nordseite des Baus wurde eine kleinere Thermenanlage angebaut. Dies bedeutet, dass die Kaiserthermen nicht mehr als Badeanlage genutzt wurden; Vieles spricht sogar dafür, dass die Kaiserthermen niemals in Betrieb genommen wurden.

Die Ansicht der Kaiserthermen wird heute geprägt von der Apsiswand des Warmbades. Besonders sehenswert sind die weitläufigen unterirdischen Anlagen der Badeanlage, die das komplizierte System von Bedienungsgängen, Abwasseranlagen und Befeuerungsstellen der Fußbodenheizung veranschaulichen (Foto).

Im Mittelalter wurden die Kaiserthermen als Steinbruch ausgebeutet. Die auch heute noch erhaltenen Mauerteile des Caldarium waren Teil der mittelalterlichen Stadtmauer aus den 12./13. Jh.

Zum Badewesen allgemein vgl. Barbarathermen

Andrea Binsfeld




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UNESCO-Weltkulturerbe: Kaiserthermen

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