Mit freundlicher Genehmigung aus dem Trierischen Volksfreund: - Orgelpunkt Trier: Orgel- und Chor Musik an Dom und Konstantin - Basilika. Touristische Sehenswürdigkeiten wie z.B. Porta Nigra und Trierer UNESCO Weltkulturerbe. 31.05.2009 11:04:54

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22.01.2003

Dialog zweier Orgeln

Eberhard Kraus gastierte mit seinem Sohn Wolfgang in der Antonius-Kirche

TRIER. Mit einem opulenten Orgelkonzert beging die Pfarrkirche St. Antonius am Viehmarktplatz ihr Patronatsfest. Mit Werken aus fünf Jahrhunderten gastierten der ehemalige Regensburger Domorganist Eberhard Kraus und sein Sohn Wolfgang an den beiden Orgeln der Kirche.

Eberhard und Sohn Wolfgang Kraus entstammen einer alt eingesessenen Regensburger Organisten-Familie - war doch schon Großvater Karl zum Domorganisten in Regensburg berufen. Klangpracht erfüllt die Kirche

Die relativ kleine Schar der Zuhörer erlebte ein Konzert mit einem sehr umfangreichen Programm, bei dem Liebhaber unterschiedlicher Stilrichtungen auf ihre Kosten kamen. Vor allem natürlich die große Hauptorgel der Antoniuskirche, 1995 von Reinhart Tzschökel erbaut, bekam ausführlich Gelegenheit, ihre Klangpracht zu entfalten. Schwerpunkte bildeten hierbei, von Kraus senior interpretiert, Paul Hindemiths Orgelsonate Nummer 1 aus dem Jahre 1937, Kyrie, Gloria und Benedictus aus der "Orgelmesse" Opus 59 von Max Reger und als Finalwerk die Fantasie in G-Dur, BWV 572, von Johann Sebastian Bach.

Ein hochverdienter, mit vielen Preisen ausgezeichneter Vertreter der Musica Sacra, wie Eberhard Kraus dies ist, hat natürlich auch das Anrecht auf eine eigene Art der Interpretation von großen, auch bekannten Orgelwerken. Sehr subtil versuchte er, dem Publikum die manchmal etwas sperrige Tonsprache eines Paul Hindemiths zu vermitteln.

In Johann Sebastian Bachs "Fantasie" erwies sich Eberhard Kraus als ein Vertreter einer Organistengeneration, die mit für die heutige Zeit ungewöhnlichen Registrierungen und Manualwechseln an das energiegeladene Werk herangehen.

Auch sein Sohn Wolfgang zeigte, unter anderem mit einer Bearbeitung eines Händelschen Concertos und der Ciacona in C-Dur, wie viel klangliche Differenzierungsmöglichkeiten auch in einem kleinen, einmanualigen Orgelpositiv stecken können. Zusammen mit seinem Vater führte Wolfgang Kraus darüber hinaus einige Dialoge für zwei Orgeln auf. Einige dieser Orgel-Werke hat Eberhard Kraus selbst komponiert, andere hat er bearbeitet und arrangiert.

In Paul Hombergers "Wenn mich Sünd, Schmerz und Tod" und Gregor Aichingers "Duo Seraphim clamabant" demonstrierten Eberhard und Wolfgang Kraus, technisch brillant auf einander eingestellt, die beeindruckende Wirkung der Doppelchörigkeit.

Herzlicher Applaus für die Solisten

Mit dem 1992 entstandenen dreisätzigen "Concierto de Tonadas" freilich kamen in erster Linie die Freunde der modernen Musik auf ihre Kosten. Der Komponist Kraus lotet in diesem Werk das breite Tonspektrum einer Orgel intensiv aus. Insgesamt kann das Konzert als ein Beispiel gelten, wie man ein Patronatsfest in sehr ausführlicher Weise auch musikalisch feiern kann. Herzlicher Applaus war der verdiente Dank für die zwei Solisten.

Gerhard Kluth



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