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Viehmarkt
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Der große Glaskubus („Ungers-Vitrine“), der heute den Viehmarkt beherrscht, überdeckt eine Vielzahl von Mauerresten, die einen Einblick in die Stadtgeschichte von der Antike bis zur Neuzeit gewähren. Die Siedlungsreste reichen bis in die Gründungszeit der Stadt Trier zurück.

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Foto: U. Binsfeld Die antike Wohnbebauung wird abgelöst von einem Großbau, auf dessen Bestimmung noch näher einzugehen sein wird. Im Mittelalter wurde dieser Bau als Steinbruch ausgebeutet, Teile des Areals wurden von einem Judenfriedhof eingenommen. Konserviert wurden ebenfalls einige Abfall- bzw. Latrinegruben. Auf den Fundamenten des römischen Bauwerks wurde im Jahr 1617 ein Kapuzinerkloster errichtet, das in wenigen Resten auch heute noch erhalten ist.

Im ersten Drittel 2. Jh. n. Chr. wurde die Wohnbebauung einplaniert und ein Großbau errichtet, der aus mehreren Sälen bestand. Die Funktion dieses Baus ist heute nicht mehr eindeutig zu bestimmen, entgegen der gängigen Bezeichnung als Viehmarktthermen ist der erste Bau jedoch wohl keine Badeanlage gewesen. Vielleicht stand der Viehmarktbau in irgendeiner Verbindung mit dem in unmittelbarer Nähe gelegenen Forum, als dem wirtschaftlichen, religiösen und verwaltungstechnischen Mittelpunkt der Stadt. So vermutete man, dass sich in dem Bau Verwaltungs- oder Versammlungsräume, Auditorien oder Bibliotheken befunden haben könnten.

Dennoch trägt der Bau seinen Namen „Viehmarktthermen“ oder „Thermen am Forum“ zu Recht. Gegen Ende des 3. Jh. lässt sich nämlich mit Sicherheit eine Nutzung als Thermenanlage nachweisen. Entsprechende Einrichtungen sind noch zu besichtigen, wie z.B. Präfurnien, Abwasserkanäle oder das große Schwimmbecken des Kaltwasserbades. Beeindruckend ist auch das Mauerwerk der großen Säle, bei dem es sich um die Fundamente (!) des antiken Baus handelt. Der Glaskubus, der die Ausgrabungen schütz, gibt in seinen Dimensionen die Größe des antiken Baus wieder.

Andrea Binsfeld




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