Kirchen in der Umgebung: Wiltz/Luxembourg - Orgelpunkt Trier: Orgel - und Chor - Musik an Dom und weiteren Trierer Kirchen. Touristische Sehenswürdigkeiten wie z.B. Porta Nigra und Trierer UNESCO Weltkulturerbe. 09.03.2011 19:53:08

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Kirchen in der Umgebung: Wiltz/Luxembourg

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Sankt Peter und Paul, Wiltz (Luxembourg)
 
Foto: E. Jakob Orgel: Eisenbarth, Passau
1997
 
 

Das heutige Aussehen der Wiltzer Dekanatskirche, die den Heiligen Petrus und Paulus geweiht ist, verrät eine bewegte und abwechslungsreiche Vergangenheit, die sich über mehrere Jahrhunderte erstreckt und bis in die hochmittelalterliche Turmarchitektur zurückreicht. 

Im Verlauf der letzten 150 Jahre wurden verschiedene eingreifende Umgestaltungen vorgenommen. So wurde 1937 ein neuer Abschnitt errichtet, der bis heute bereits drei Umgestaltungen unterworfen wurde.

Der Raum wird belebt durch die farbig gefassten Seitenaltäre aus den Jahren 1720 und 1772, die von den Handwerkerzünften der Stadt Wiltz in Auftrag gegeben wurden.

Bei der letzen Umgestaltung wurde neben dem Chorbereich auch die Eingangszone umgeändert. Auslöser dieser im Jahr 1996 erledigten Arbeiten, war der Bau einer neuen Orgel welche hinter dem Altar ihre Stellung fand. Seit Advent 2000 gibt es im Chorraum ein vielbeachtetes, wertvolles Kruzifix.

Die Begründung der Aufstellung als monumentales Raumbild liegt sowohl in liturgischen Überlegungen als auch in der berechtigten Erwägung, im Rahmen der alljährlichen Wiltzer Musikfestspiele einen musikalisch und architektonisch geeigneten Rahmen für das Aufführen von Orgelwerken und religiös inspirierten Kompositionen zur Verfügung zu haben.

Die Kirche stellt heute eine gelungene Symbiose zwischen dem mittelalterlichen frühgotischen Teil mit seinem typischen Gewölbe und dem modernen Kirchenteil, welcher die neue Orgel beinhaltet, dar.

In der Dekanatskirche St.Peter und Paul in Niederwiltz / Luxembourg  spielten vor der heutigen Eisenbarth-Orgel mindestens drei weitere Orgeln.

Eine erste Orgel wurde von der bekannten Firma Müller aus Reifferscheid im Jahre 1869 erbaut. Diese Orgel wurde in den zwanziger Jahren des vorigen Jahrhunderts durch die Firma Stahlhut-Haupt vergrößert.
Foto: E. JakobEine weitere Orgel mit zwei Spieltischen wurde kurz vor dem zweiten Weltkrieg von der Orgelbaufirma Pels aus den Niederlanden errichtet. Die Vorgängerorgel des heutigen Instrumentes wurde 1969 auf der nunmehr wieder zugebauten Empore, linksseitig vom Altar, von Herbert Schmidt erbaut und von Georg Westenfelder intoniert. Die zweimanualige Orgel bestand aus zwei getrennten Teilen, welche symetrisch aufgestellt waren. Die Manualwerke hinter dem Spieltisch besaßen eine mechanische Traktur, das Pedalwerk jedoch eine elektrische Traktur.
Da die Orgel vor allem das Hauptschiff des Kirchenraumes akustisch sehr schlecht auffüllte und das Instrument klanglich nicht interessant war und den Wünschen der Organisten kaum Befriedigung schenkte, plante man Anfang der neunziger Jahre, eine neue Orgel zu bauen. 
1993 wurde der entsprechende Orgelbauverein „Nei Uergel Dekanatskiirch Woltz“ gegründet. Der dynamische Verein konnte bald erste finanzielle Unterstützungen empfangen und erstellte ein Lastenheft mit den Vorstellungen der neuen Orgel. Etwa sechs verschiedene Orgelbauer kamen sich den Kirchenraum mit seinen spezifischen Gegebenheiten und akustischen Besonderheiten anschauen, bevor sie ihren Kostenvoranschlag erarbeiteten.
Mehrere Kostenvoranschläge, hauptsächlich aus dem deutschsprachigem Raum, wurden vorerst  zurückbehalten. Zahlreiche Orgelbesuche in Mittel- und Süddeutschland sowie Besuche in Orgelwerkstätten bildeten den weiteren Arbeitsprozess des Vorstandes und der Organisten. Besonders die Besuche der Eisenbarth-Orgeln in Bamberg, Schlüsselfeld, Simbach, Ebrach, Bocholt, Weiden, Fürth, Zwiesel und Passau waren von entscheidender Wichtigkeit, da sich nach und nach herausstellte, dass diese Orgeln den klanglichen und technischen Vorstellungen der Organisten sehr gut entsprachen.
Von den gewünschten technischen Vorrichtungen sei hervorgehoben, dass eine hängende Traktur zu anfällig für witterungsbedingte Schwierigkeiten gewesen wäre. Eine ausgedehnte Setzeranlage mit 256 Positionen, davon 128 unter Schlüssel war von Anfang an eingeplant. Die beiden Sequenzschalter wurden sehr bedienungsfreundlich als Fußpistons sowie gleich dreimal per Handschalter eingebaut. Eine weitere Besonderheit ist die Manualkoppel III/I in elektrischer und mechanischer Ausführung, so dass der Organist sich für eine der beiden Möglichkeiten entscheiden kann. Ebenfalls wurden die Manuale bis zum „c4“ ausgebaut damit keine Einschränkungen bei der Aufführung neuerer Orgelmusik entstehen.
Für die Einweihung der neuen Eisenbarth-Orgel am 26.Januar 1997 wurde der Passauer Domorganist Hans Leitner verpflichtet. Vor vollbesetzter Kirche spielte er Werke von J.S.Bach, J.F.Dandrieu, Ch.-M.Widor, F.Schmidt sowie eine vielbeachtete Improvisation. 
 
 
Disposition
Grand-Orgue I      Positif II  
Bordun 16   Rohrgedackt 8
Principal 8   Salicional  8
Jubalflöte 8   Flauto 4
Rohrflöte 8   Nazard  2 2/3
Praestant 4   Doublette 2
Louheckeflütt 4   Tierce 1 3/5
Quinte 2 2/3   Larigot 1 1/3
Octave 2   Zimbel 1
Terz 1 3/5   Cromorne 8
Mixtur 1 1/3      
Trompette 8   Koppel III/II
Trompeta real  8      
      Tremulant  
         
Récit III     Pédale P  
         
Diapason  8   Offenflöte 16
Flûte harm. 8   Subbass 16
Gambe  8   Octavbass 8
Vox coel. 8   Gemshorn 8
Flûte octav. 4   Choralflöte 4
Octavin 2   Trompette 8
Plein-Jeu III-V  2 2/3      
Basson 16 16   Koppel I/P
Tromp.harm. 8   Koppel II/P
Hautbois 8   Koppel III/P
Vox Humana 8      
         
Tremulant        
         
Koppel  II/I      
Koppel III/I      
Koppel III/I elektr.      
         
Tremulant        
         
Setzer 256 Positionen      
Sequenz + -        
Konzerte: siehe Kalender
 



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